Wertingen

Schriftgröße:  Größer Original Kleiner

Bereichsnavigation, Adresse

Kontakt Stadt Wertingen

Schulstr. 12
86637 Wertingen
Tel.  0 82 72 / 84-0
Fax. 0 82 72 / 84-469

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag:
8.00 - 12.00 Uhr

Donnerstag:
14.00 - 18.00 Uhr

Inhalt

Aktuelles

Immer auf dem neuesten Stand der Geschehnisse in Wertingen.

Rathaus Wertingen

Energetische SanierungWertingens Rathaus wurde in jüngster Vergangenheit nicht nur energetisch aufwändig saniert, auch die Büros und die übrigen Räumlichkeiten im Schloss, wie zum Beispiel der Saal oder der Schlosskeller, erhielten ein neues und angepasstes Erscheinungsbild.

Am „Tag der offenen Tür“ während des Herbstmarktes, wurden die Neuerungen der Bevölkerung vorgestellt. Die Fäden für die durchdachten Sanierungsmaßnahmen hielt Bernd Beier in der Hand. Beier ist Energiemanager und Gebäudeverwalter der Stadt Wertingen. „Besonders stolz bin ich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen während der Bauzeit, was den flüssigen Ablauf erst möglich machte“, äußert er sich über den Umstand, dass sieben Monate lang Begleiterscheinungen wie Staub, Schmutz, Lärm und interne Umzüge der Büros den laufenden Betrieb im Schloss beeinträchtigten.  Nicht nur alle WCs im Gebäude wurden komplett erneuert und zum Beispiel mit Präsenzlichtschaltern ausgestattet, auch im Schlosskeller, im Festsaal im ersten Stock oder im ebenerdigen Sitzungssaal wurden Fußböden, Fenster und Möbel ausgetauscht, generalüberholt, Natursteinplatten gelegt oder die Wände mit einem mineralischen Innenanstrich neu beschichtet.

Weit wichtiger waren aber die energetischen Neuerungen, die in der Zeit erfolgten. Beier berichtet detailliert über die einzelnen Schritte: „Wir wollten weg von der Elektro-Speicherheizung, um Primärenergie und damit auch den CO2 Ausstoß drastisch zu reduzieren, unser oberstes Ziel lautete immer: Energie einsparen!“ Dafür wurde unter anderem die Decke zum Dachboden wärmegedämmt, die Eichenholzfenster wurden mit einer Wärmeschutzverglasung und neuen Dichtungen ausgestattet und in den meisten Büros eine sogenannte Klimadecke eingezogen. Beier dazu: „Man muss sich das wie eine umgekehrte Warmwasser-Fußbodenheizung vorstellen.“ Aufgrund der Beschaffenheit der Decken unter anderem im Fest- und Sitzungssaal, konnten dort keine Klimadecken eingebaut werden. Gelöst wurde das, indem man in diesen Bereichen tatsächlich Fußbodenheizkreise samt neuem Bodenaufbau verlegen ließ. Das Herz der hochmodernen neuen Heizanlage installierte eine Wertinger Sanitär- und Heizungsfirma auf dem Dachboden in einem eigens dafür errichteten Raum. Zwei Gasthermen und zwei Wärmepumpen erzeugen jetzt das benötigte Warmwasser für die Gebäudeheizung. Beier beschreibt wie: „Dabei übernehmen die Wärmepumpen diese Arbeit bis zu einer Außentemperatur  von drei Grad, wird es kälter, schalten sich die Gasthermen dazu.“ Über den Heizkreisverteiler, ausgestattet mit hocheffizienten Umwälzpumpen, werde dann das warme Heizungswasser in die Decken- und Fußbodenheizungen eingespeist. Unter der Regie Beiers wurden in allen Räumen eigene Wärmeregler angebracht, „so haben die Mitarbeiter zusätzlich die Möglichkeit, die Wärme nach oben oder unten zu verändern.“

Beier sitzt an seinem PC und demonstriert ein ausgetüfteltes Programm, welches ihn die gesamte Anlage steuern und den Energieverbrauch jederzeit ablesen lässt. Stolz erklärt er: „Unser aktueller Energiepass zeigt, dass wir durch die Energetische Sanierung über 70 Prozent an CO² Emission reduzieren und über 70 % Primärenergie einsparen.“

weitere Informationen

Die Kosten für die energetische Sanierung des Wertinger Rathauses in 2010 und die sonstigen Neuerungen liegen bei 670 000 Euro, diese Summe blieb unter dem ursprünglich angesetzten Kostenrahmen. Die Stadt erhält für die Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket II einen Zuschuss in Höhe von 437 000 Euro. Projektplanung  Bauleitung durch FM/Energiemanager Bernd Beier.
 

energiepass

Deutlich ist im Energiepass zu erkennen, wie gravierend sich inzwischen der Unterschied der Energieeffizienz des Wertinger Rathauses im Vergleich zu vorher darstellt.