Wertingen

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Rathaus Wertingen

feuerwehr_wertingenBei einem Besuch in der "Integrierten Leitstelle" (ILS) in Augsburg verschafften sich interessierte Stadträte Wertingens und Bürgermeister Willy Lehmeier Klarheit darüber, nach welchen Kriterien die Feuerwehren von der ILS alarmiert werden. "Ein wichtiger Schritt für die Grundlagenermittlung eines Feuerwehrbedarfsplanes unserer Stadt", so Lehmeier über den Besuch. Als Kommandant der größten Wehr in Wertingens Stadtzentrum war Rudolf Eser mit von der Partie: „Bis jetzt sind wir nicht schlecht aufgestellt, es geht aber darum, unsere Mannschaften und Geräte zu optimieren.“ Nach den Worten Lehmeiers, sei das Hauptziel einer ILS, „…den Bürgern Hilfe aus einer Hand anzubieten, deshalb führte man vor Jahren flächendeckend den Notruf 112 ein.“ Damit werde bereits wertvolle Zeit eingespart. Doch es gelte, den Einsatz der insgesamt acht Wehren weiter zu verbessern, so Lehmeier. Ein Gutachten solle nach den Worten des Bürgermeisters helfen, dass die Kommunen ihre gesetzlich verankerte Verantwortung für einen funktionierenden Feuerschutz noch effizienter gewährleisten können. Eser erklärt warum: „Hat die ILS Alarm gegeben, läuft für uns die Zeit, denn die Hilfsfrist ist klar geregelt, was heißt, wer wie lange brauchen darf, um an das Schadensereignis zu kommen!“ Und weiter: „Um einen Einsatz koordinieren zu können, muss man mehrere Faktoren bereits wissen, zum Beispiel wie viel Löschwasser steht mir an welchem Hydranten zur Verfügung oder welche Gefährdungspunkte gibt es in Wertingen, zum Beispiel bei einem Brand bei Holz Denzel oder im Krankenhaus.“ Eser zählt weitere Kriterien auf, die für einen effizienten Feuerwehreinsatz wichtig sein können: „Wie viele Schüler fassen die Schulen, wie viele Pflegebedürftige halten sich im Altenheim auf oder was und welche Mengen lagern Wertinger Firmen.“ Im Zuge dieses Wissens müsse auch festgehalten werden, wer vom Feuerwehrpersonal tagsüber einzusetzen sei, weil deren Arbeitgeber bereit seien, sie auch tatsächlich gehen zu lassen und wie sie ausgebildet sind. „Außerdem müssen die realistischen Ausrückzeiten berücksichtigt werden, wenn man bedenkt, dass in maximal 17 Minuten eine verletzte Person in einem mit Brand- und Rauchgasen gefüllten Zimmer reanimiert sein muss.“ Lehmeier erklärt: „In der ILS in Augsburg sind derzeit unsere Feuerwehrfahrzeuge samt Ausrüstung und Mannschaftsstärke hinterlegt, also werden je nach Notfall immer zuerst die Ortsfeuerwehr und dann erst Wehren in nächster Nähe zum Geschehen gerufen.“ Eser fügt hinzu, „…dass bei einem Böschungsbrand deshalb zwei Feuerwehren alarmiert werden, weil die eine zwar örtlich zuständig ist, aber nur die zweite ein wasserführendes Einsatzfahrzeug hat.“ Das sei leider nicht kostengünstig für die Bürger, sind sich der Bürgermeister und Eser einig. Der Brandschutz in der Stadt Wertingen ist in guten Händen, aber man erwarte vom Gutachten Antworten darauf, wie zukünftig bei weniger Personal, hohen Anforderungen und begrenzten Finanzmitteln, die Einsatzfähigkeit der Wehren zur Abwehr von Brand und technischer Hilfeleistung aufrecht erhalten werden kann.