Wertingen

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Rathaus Wertingen

schloss„Nun ist es amtlich, Wertingen will Faire Stadt werden“, dieses Resümee zog der Vorsitzende des Vereins „Solidarität für Eine Welt“, Kurt Göpfrich. Im Vorfeld hatte zu dem Thema eine Abstimmung des Wertinger Stadtrates stattgefunden. Mit nur einer Gegenstimme sprach sich der Rat dafür aus, sich um den internationalen Titel der „Fairtrade Town“ zu bewerben. Derzeit gibt es davon über 70 in Deutschland. Vorsitzender Kurt Göpfrich hatte zur Ratssitzung Proben des Fairen Handels zum Knabbern und Trinken mitgebracht. Überzeugend stellte er den Stadträten die Hintergründe des Fairen Handels dar. Groß war auch das Lob der Vertreter der Stadt, das sie dem Weltladen-Verein entgegenbrachten. Er gilt als einer der aktivsten Vereine der Stadt, wobei er derzeit nicht mehr als 40 Mitglieder umfasst. Allein 30 Ehrenamtliche garantieren, dass der Weltladen von Dienstag bis Samstag, jeweils von 9 bis 12.30 Uhr und am Dienstag, Donnerstag und Freitag dazu noch jeweils von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet hat.

  • Fünf Kriterien müssen erfüllt werden

Um Faire Stadt zu werden, müssen, so Göpfrich, fünf Kriterien erfüllt werden. Dies sei zum Ersten ein positiver Stadtratsbeschluss, den es seit 27. April in Wertingen gibt. Zusätzlich verpflichtet sich die Stadt, mindestens zwei Produkte des Weltladens zu verwenden und sich an seinen Aktionen zu beteiligen. Da die Stadt bereits Wein und Kaffee bezieht, ist dieser Punkt bereits erfüllt. Zweite Auflage ist die Bildung einer Steuerungsgruppe, die aus je einem Vertreter der Stadt, des Einzelhandels und der Agenda 21 gebildet wird. Zusätzlich können noch Vertreter der Wirtschaftsvereinigung, der Vereine, der Kirchen oder Schulen aufgenommen werden. Ihre Bildung soll demnächst erfolgen, so Göpfrich. Als Vertreter der Stadt steht bereits Stadtrat Ludwig Klingler, selbst Mitglied im Weltladen-Verein, fest. Die Steuerungsgruppe habe die Aufgabe, die Aktivitäten vor Ort zu koordinieren. Drittes Kriterium ist der Verkauf oder Ausschank von fair gehandelten Produkten in lokalen Geschäften, Cafés und Restaurants. Mindestens fünf Geschäfte und drei Gastronomiebetriebe müssen dazu Produkte aus dem Fairen Handel anbieten beziehungsweise verkaufen. Auch dieses Ziel sei schon erreicht, da sowohl der Weltladen, als auch Aldi, Lidl, Neukauf und die OMVTankstelle fair gehandelte Waren verkauften. Cafés und Restaurants sollen in den nächsten Wochen als neue Partner des Fairen Handels noch angefragt werden.

  • Verwendung der Produkte in Schulen und Kirchen

Ein viertes Kriterium ist die Verwendung von Fair-Trade-Produkten in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen sowie die Durchführung von Bildungsaktivitäten. Diesen Punkt habe der Verein bereits erfüllt, da die Montessorischule und das Gymnasium bereits Produkte vom Weltladen beziehen und die Mittel- und Realschule regelmäßig Aktivitäten zu fair gehandelten Waren durchführten. Auch die Kirchen zählen zu den Kunden.Ein letztes Kriterium sei die Berichterstattung in den örtlichen Medien. Lobend hob Kurt Göpfrich hervor, dass sowohl die Wertinger Zeitung, wie auch die Stadtzeitung regelmäßig und ausführlich über den Fairen Handel und die Aktivitäten des Weltadens und seines Vereins berichten.

  • Das Bewusstsein für den fairen Handel noch stärker verankern

Göpfrich erwarte sich vom Status der „Fairen Stadt“, dass der Weltladen, aber auch die Stadt Wertingen selbst über die Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus bekannter werde und sich dadurch eine Umsatzsteigerung für den Laden ergebe. Zum Anderen ließe sich dadurch auch das Bewusstsein für den fairen Handel noch stärker verankern.
(steg)

Bericht aus der Wertinger Zeitung