Wertingen

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80. Geburtstag Frau Innermann

Karolina Innermann, gerade erst achtzig geworden, lehnt sich zurück und sagt: „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben heute.“ Die gebürtige Bliensbacherin freut sich, denn sie sitzt mit ihren Nachbarn zusammen, die mit ihr nachträglich anstoßen. Auf ihren runden Geburtstag, den 14. Juli, den sie im Kreis ihrer Familie verbracht hat. Sagt man ihr, dass man ihr das Alter nicht ansieht, lacht sie und meint schelmisch: „Ja, das höre ich öfters, aber trotzdem - ich spürs halt.“ Im Großen und Ganzen fühlt sie sich aber fit, „…bis auf ein paar kleine Wehwehchen“, ist geistig voll da und engagiert sich noch heute in der Kommunalpolitik, „…mein Herz schlägt für die CSU.“ Ihr Herz schlägt aber auch für Wertingen, für den Ort, wohin sie immer zurückkehrte.

Karolina Innermann hat ein bewegtes Leben hinter sich gebracht, war viel unterwegs, ist oft umgezogen, hat viele Menschen auf vielen Reisen kennengelernt. „Ich bin sowas wie ein Wandervogel“, bezeichnet sie sich selbst und lacht erneut. Sie mag ihr Leben, auch wenn sie bereits seit 18 Jahren Witwe ist. Dass sie schwere Zeiten hinter sich bringen musste, weiß man spätestens, wenn sie erzählt: „Mein Mann war sehr krank, ich habe mich zwölf Jahre um ihn gekümmert, als er dann gestorben ist, war ich erst einmal am Ende.“ Sie entschloss sich aber, nach vorne zu schauen und hat nachgeholt, was lange Zeit nicht möglich war: sie ist gereist. „Ich war oft mit dem Auto alleine unterwegs, da wurde es mir aber nie langweilig.“ Sie sei ein kommunikativer Mensch, gehe auf die Menschen zu. „Daraus haben sich Freudschaften entwickelt.“

Auch Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier gratuliert, er verbindet mit den Glückwünschen aber auch ein großes Dankeschön: „Neun Jahre lang haben Sie dafür gesorgt, dass unsere Bäder offen waren, die Menschen fanden dank Ihnen immer Einlass.“ Innermann übernahm die Kassen von Freibad und Hallenbad. Viel hat sie auch dabei erlebt, „…einmal korrigierte ein Kind die Lüge der Mutter, ‚freilich bin ich schon sechs‘, nur weil sie keinen Eintritt von 1,10 Euro bezahlen wollte.“ Sie habe den Job gerne gemacht, sagt sie.

Heutzutage gönnt sie sich regelmäßige Treffen mit ihren Freundinnen zum Kaffee, versorgt ihren Hund, ihren Garten und ihren Haushalt und verreist noch immer wenigstens zweimal im Jahr nach Bad Kohlgrub. „Das ist ein Kururlaub, den ich mir leiste.“ Der Wandervogel ist aber etwas ruhiger geworden, über ihre Heimatstadt Wertingen und über ihr Haus sagt sie mit Augenzwinkern: „Da bleibe ich bis zum Ende.“ Damit sollte sie sich aber gerne noch Zeit lassen, tönt es aus den Reihen ihrer Gäste, man wünsche sich schließlich noch viele Jahre eine so nette Nachbarin.