Wertingen

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Immer auf dem neuesten Stand der Geschehnisse in Wertingen.

Rathaus Wertingen

MehrgenerationenhausIst die Existenz des Wertinger Mehrgenerationenhauses (MGH) nach 2014 gefährdet? Alle Jahre wieder stellt sich  Nadine Braun, Geschäftsführerin des ASB, die Frage, wie das MGH finanziert werden kann. Sie und ihre Mannschaft sind mit ihren Büros und mit vielen sozialen Projekten und Unternehmungen in den diversen Räumen im MGH beheimatet. Sie muss sich bereits jetzt Gedanken machen, wie es nach Ablauf der momentanen Finanzierung durch Bund, Länder und Kommune weitergeht? Das Förderprogramm durch den Bund mit jährlich 40 000 Euro reduzierte sich ab 2012 auf 30 000 Euro, ab 2015 soll es ganz eingestellt werden. Die 30 000 Euro wurden nur deshalb bewilligt, wenn die Kommune beziehungsweise der Freistaat die MGHs mit 10 000 Euro kofinanzieren. „Deswegen haben wir noch bis Ende 2014 dank deren Unterstützung die dringend gebrauchten Gelder zusammen gebracht“, so Braun. „Seit Jahren stehen wir wie die Lemminge vor der Schlucht“, zieht sie den tierischen Vergleich heran, um die Situation darzustellen. Braun sagt, sich so aufzustellen – wie gefordert -, dass man sich selbst finanzieren könne, „…ist im sozialen Bereich äußerst schwierig, schließlich sollen wir sozial gerechtfertigte Angebote machen.“ Ihr Wunsch lautet, der Bund möge sich nicht ganz der Verantwortung entziehen. Es könne doch nicht sein, dass zuerst Projekte aus dem Boden gestampft würden, um sie dann wieder fallen zu lassen. Wie geht es weiter?

Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier äußert sich skeptisch, auch wenn er seine Unterstützung zusichert: „Sollte sich der Bund hier tatsächlich ganz zurückziehen, kann die Kommune neben ihren vielfältigen Pflichten diese finanzielle Lücke nicht schließen.“ Inwieweit Land, Bezirk und Landkreis dann einspringen werden, sei noch unklar, so Lehmeier. „Das MGH ist ohne Wenn und Aber ein wichtiger sozialer Mosaikstein in der Region“, beteuert der Rathauschef, „es war aber immer klar, dass sich die Häuser konzeptionell so aufstellen müssen, dass sie finanziell unabhängig werden.“ Georg Winter, Pate des Wertinger MGHs und Vorsitzender des Finanzausschusses im Bayerischen Landtag, sagt zur derzeitigen Lage: „Als Pate stehe ich zu meiner Verantwortung, um jedoch konkrete Schritte einleiten zu können, müssen bereits im Vorfeld alle vorhandene Möglichkeiten ausgelotet werden.“ Dem Grundgedanken der MGHs sollte man aber in jedem Falle auch nach 2014 eine Chance bieten und sei es über mögliche andere Förderangebote.

weitere Informationen
Das Wertinger MGH steht unter der Verwaltung des Arbeiter  Samariter Bundes und erfüllt vielfältige soziale Aufgaben in Wertingen und in der Region, jetzt soll die Förderung durch den Bund bis Ende 2014 eingestellt werden. Derzeit kämpfen rund 450 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland um ihren Erhalt, es wurde hierzu bereits eine Petition beim Bundestag eingereicht.