Neue Straße im Norden entlastet Innenstadt

Neue Straße im Norden entlastet Innenstadt

Eine neue Straße im Norden von Wertingen soll in Sachen Verkehr eine deutliche Entlastung für die Innenstadt bringen und ist seit einiger Zeit Thema bei den Stadtverantwortlichen. Nun hat Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier den Startschuss gegeben, das große Straßenbauprojekt in Angriff zu nehmen. Das Stadtoberhaupt traf sich erst vor wenigen Tagen mit seinen Mitarbeitern des städtischen Bauamts und der VG, den Fachleuten vom Landkreis und dem Staatlichen Bauamt Krumbach sowie dem zuständigen Planungsbüro „Konstruktionsgruppe Bauen Augsburg GmbH (KB)“ aus Neusäß. Im Vorfeld des coronagerechten Treffens im Foyer der Stadthalle betonte Lehmeier die Punkte, auf die er sein Augenmerk im Zuge des Straßenausbaus legt: „Die Straße wird auf eine Länge von rund 1700 Metern geplant und soll mit sechs Verkehrsknotenpunkten ausgebaut werden, die Zufahrten und Anbindungen, die sich daraus ergeben, müssen gewährleisten, dass der Verkehr in unserem Städtle deutlich entlastet wird.“ Er sprach insbesondere den im Plan skizzierten Verkehrsknotenpunkt 1 an. An die Planer von der KB GmbH gewandt sagte Lehmeier: „Von größter Bedeutung ist hier, dass Sie frühzeitig jede Möglichkeit ausloten, wie von dort die Anbindung an die Mittelschule, das Hallenbad und vor allem an unser Kreiskrankenhaus realisiert werden kann!“ Es gelte, den Ebersberg – die bisherige Zufahrtstraße zum Krankenhaus – spürbar zu entlasten. Er bat die Planer in dem Bereich auch auf eine Verkehrsabwicklung über den Knotenpunkt 1 von Schulbus- wie auch Individualverkehr zu achten. „Gerade die Anwohner, aber auch die Besucher unserer Patienten sollen allein dadurch schon mehr Aufenthaltsqualität erfahren, indem wir diesen Verkehr auf die nördliche Entlastungsstraße umleiten.“

Dass Geh- und Fahrradwege die gesamte Strecke sowie entlang der Anbindungsstraßen eingeplant sind, sei hier am Rande erwähnt.

Dass dieses Straßenbauprojekt viele Herausforderungen an alle Beteiligten stellen wird, zeigt allein die Aufgabenstellung der Stadt und seiner Stadträte, welche die Entlastungsstraße einstimmig beschlossen haben. Vom Planungsbüro KB GmbH erklärte M.Sc. (Master of science) Stephanie Riedler die Vorgaben: „Die Straße wird nach Fertigstellung in einigen Jahren die Eisenbachstraße und die Bauerngasse mit der östlich verlaufenden Staatsstraße 2027, der Donauwörther Straße auf einer Strecke von rund 1700 Metern verbinden.“ Diese neue Verkehrsachse soll dann die Industriestraße, Bauerngasse sowie die Gottmannshofer Straße deutlich entlasten. „Die Strecke beinhaltet wie bereits erwähnt sechs Verkehrsknotenpunkte mit Linksabbiegespuren, Kreisverkehren und Feld- sowie besagten Geh- und Radwegen.“ Riedler sagte: „Weiter ist der Ausbau der Schücostraße geplant.“ Sie erklärte die Absicht, dort den Güterverkehr auf den rückwärtig liegenden Bereich zu verlegen und zum Verkehrsknotenpunkt 4 zu leiten. Um all‘ das realisieren zu können, muss laut Riedler zuerst der Baugrund entlang der 1700 Meter untersucht werden, zum Beispiel auch, ob eventuell vorhandene Kampfmittel beseitigt werden müssen. Lehmeier betonte beim Gedankenaustausch, dass der Natur- und Hochwasserschutz sowie Schallschutz ebenso zu berücksichtigen sei, wie die Belange und Wünsche der dort ansässigen Anwohner, Firmen und Unternehmen. „Ebenso müssen wir in unsere Planungen mit Hilfe von Fachfirmen Berechnungen über das zukünftige Verkehrsaufkommen einfließen lassen.“

Wie geht es weiter? Die KB GmbH wird alle Informationen zusammenfügen, viele Gespräche und Termine werden folgen. Anhand aller Erkenntnisse werden die Planer einen ersten Vorentwurf erarbeiten, welcher dann dem Stadtrat und der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

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