Neujahrsempfang – Bürgermeister Lehmeier gibt letztes Mal den Startschuss für anstehendes Jahr
Anlässlich des Neujahrsempfangs trat der amtierende Bürgermeister von Wertingen, Willy Lehmeier, in der Stadthalle ein letztes Mal vor die Beschäftigten der Stadt und der Verwaltungsgemeinschaft (VG) von Wertingen, um diese auf die Aufgabenfülle im kommenden Jahr einzustimmen. Denn Lehmeier wird bei den anstehenden Kommunalwahlen am 8. März nach 24 Jahren im Rathaus nicht noch einmal für das Amt des Bürgermeisters antreten. „Das vergangene Jahr war prall gefüllt mit vielfältigen Aufgaben“ sagte er eingangs seiner Neujahrsrede und zählte ein Vielfaches an Projekten und Begebenheiten in 2025 auf. Um nur ein paar zu nennen sei an dieser Stelle die vergangene Bundestagswahl erwähnt, „diese vorzubereiten und durchzuführen war eine Herausforderung für unsere Verwaltung.“ Das Leiten und Lenken von zukünftigen Hochwassergefahren habe diese ebenfalls sehr beschäftigt, „und wird sie weiterhin beschäftigen.“ Stolz habe man die Einweihung des neuen Betriebshofgebäudes zelebriert und der Ankauf des VR-Gebäudes neben dem Wertinger Schloss biete neue Chancen für dessen Nutzung durch und für die Allgemeinheit, so Lehmeier weiter. „Unsere Innenstadt hat durch die Eröffnung der Kreisbücherei eine Aufwertung erfahren“, freute sich das Stadtoberhaupt, dazu würden auch die beiden neueröffneten Gastrobetriebe Café Contur und Gasthaus Zum Schwanen beitragen.
Natürlich sprach er auch die Planinsolvenz der beiden Kreiskliniken an: „Sie hat den Landkreis und unsere Stadt in Atem gehalten und gefordert.“ Lehmeier meinte wohlwollend, durch die Erweiterung des Therapiezentrums Gantze sowie die Wiedereröffnung des Restaurants Sapori del Sud sei dort an der Industriestraße, zusammen mit dem gegenüberliegenden Drogeriemarkt, ein eigenes kleines Zentrum entstanden. Als Millionenprojekt bezeichnete er die Planungen der Baugenossenschaft für ein neues Wohnbauquartier in der Sudetenstraße. „Was sich alles nach viel Arbeit, Einsatz und Bienenfleiß anhört, war genau das – Bienenfleiß“, lobte er die Beschäftigten, „jeder Einzelne von Ihnen, hat dazu seinen Beitrag geleistet.“ Auch für das Jahr 2026 gelte, dass fünf Mitgliedsgemeinden mitsamt den Bürgermeistern, Gemeinde- und Stadträten sowie über 15 000 Bürgerinnen und Bürger mit all ihren Wünschen, Ansprüchen und Fragen von allen Beschäftigten von Stadt und VG betreut werden wollen.
Mit einem Schmunzeln ging Lehmeier ganz zum Schluss seiner Rede kurz auf seinen Abschied ein: „Ich bedanke mich, dass viele in den vergangenen 24 Jahren mich ertragen und wohlwollend und loyal begleitet haben.“ Ein letztes Mal übereichte Lehmeier im Anschluss gemeinsam mit dem Personalleiter der VG, Gabriel Brunner, die Ehrungen für langjährig Beschäftigte. Für ein Erinnerungsfoto stellten sich die gewürdigten Frauen und Männer gemeinsam auf, während Stefan Krebs vom Gasthaus Bergfried Wertingen mit dem Auftragen der Speisen begann und die Gäste mit einem wunderbaren Menü verwöhnte. Die Damen der Wertinger Turnabteilung haben mit viel Charme das Servieren übernommen. Zwischen Hauptgang und Dessert zeigten die Tänzerinnen und Tänzer der Faschingsgesellschaft Epponia in der Stadthalle ihre Choreografie mit einem beeindruckenden Auftritt. Für den einen oder anderen mag ein insgesamt harmonischer Abend mit ein wenig Wehmut geendet haben, verbunden mit der Frage, wer zu Beginn des nächsten Jahres wohl dann die Rede halten wird?
20 Jahre Betriebszugehörigkeit
Brunner Gabriel
Friedrich Johannes
Mayer Magdalena
Mayrböck Maria-Anna
25 Jahre Betriebszugehörigkeit
Abt Ulrike
Bengeser Stefan
Domler Werner
Fink Anton
Leichtle Wilhelm
Steigerwald Sibylla
Wiedenmann Bianca
30 Jahre Betriebszugehörigkeit
Bachler Ruth
Braxmeier Martin
Reiber Maria
Traut Hermann
Bildtext:
Nur ein Teil der insgesamt fünfzehn Geehrten der Stadt und VG Wertingen waren anwesend und erhielten während des Neujahrsempfangs in der Stadthalle Urkunden, Blumen und Sekt sowie Gedenkmünzen für ihre Treue und Zugehörigkeiten, ein letztes Mal nahm Wertingens scheidender Bürgermeister Willy Lehmeier (links außen) diese Ehrungen vor. (Foto: Ulrike Hauke)
