Das Bayerische Rote Kreuz eröffnet in Wertingen seinen vierten Laden
Von der Idee, auch in Wertingen einen BRK-Laden zu eröffnen, bis zur realen Umsetzung ist circa ein dreiviertel Jahr vergangen, erklärte Kreisgeschäftsführer des BRK, Alexander Herrmann. Gemeint hat er damit den bereits vierten Laden des BRK im Landkreis Dillingen. In diesem werden zu günstigen Preisen Secondhand-Waren aller Art verkauft. „Wir sind eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, da verbietet sich Profitdenken“, sagt Herrmann. „Unser breites Warenangebot machen den entscheidenden Unterschied zu anderen Läden aus“, so Herrmann weiter. Dass das ehemalige Spielwarengeschäft „Siwi“ in der Wertinger Innenstadt dank des BRK jetzt wieder mit einem reichhaltigen Angebot belegt ist, freute insbesondere auch Alexandra Killisperger, Wirtschaftsförderin der Stadt Wertingen. Sie wurde von der stellvertretenden Vorsitzenden der Wertinger Wirtschaftsvereinigung, Katja Killisperger, begleitet. Beide Frauen befürworten das für sie positive Konzept des Ladens, gebrauchte und gut erhaltene Waren wieder in den Umlauf zu bringen. „Das fördert im besten Sinn Nachhaltigkeit und dient dem Klimaschutz“.
Und tatsächlich ist die Warenpalette im Geschäft sehr groß. Teamleiter Wilhelm Nittbaur, der Ideengeber und BRK-Mitglied Leon Nittbaur sowie das Wertinger Stammteam zeigen stolz auf die vielen Waren, die gut sortiert und übersichtlich im Geschäft verteilt auf Interessenten und Käufer warten. Zwar wird zuallererst auch dort Kleidung und Schuhe für Damen und Herren sowie Kinder angeboten, darüber hinaus aber auch Spielwaren, Bücher, Haushaltswaren wie Geschirr sowie Gürtel, Schmuck, Dekoratives und vieles mehr. „An den Tagen, an denen wir geöffnet haben, gehen zwischen sechzig bis achtzig Artikel über den Tresen“, erzählt Nittbaur auf Nachfrage von Alexandra Killisperger. Er bestätigt mit dieser Zahl, „dass der Bedarf für einen Laden wie den unseren groß ist.“ Man nehme zu den Öffnungszeiten die Sachen an, die die Menschen bringen. „Dann werden die Artikel begutachtet, ob sie sauber und noch intakt sind und im Anschluss in die Läden je nach Bedarf und Nachfrage einsortiert. „Alle Sachen die man uns bringt, sollten in einem Zustand sein, so dass man sie selbst noch anziehen beziehungsweise noch haben möchte“ betont Nittbaur. „Was wir sicher nicht sind, ist eine Sammelstelle für Altkleider“, stellt der Teamleiter noch einmal klar.
Rund zweihundert ehrenamtliche Stunden investiert das derzeit fünfköpfige Team um Nittbaur im Monat, um das Geschäft am Laufen zu halten, um zu sortieren und für die Kundschaft da zu sein. Dass die Läden und auch der in Wertingen gut angenommen werden, beweisen laut Nittbaur die Leute, die aus dem weiten Umkreis auch hierher kommen und dort einkaufen. „Wir zählen Menschen aus Meitingen genauso wie aus Gundelfingen zu unseren Kunden“, berichtet er. Die BRK-Läden kooperieren zudem mit dem Bildungsträger BIB Donauwörth. Ronja Fried, Lehrkraft im BIB, erklärt den Sinn dieser Zusammenarbeit: „Auch in Läden wie diesem hier können sich die Jugendlichen sehr gut auf das Arbeitsleben vorbereiten, sie haben Kontakt zu Kunden und lernen, mit den Menschen zu interagieren und Geschäftsabläufe zu verstehen.“ Dass sie jeden Donnerstag vom BIB unterstützt werden freut Nittbaur, denn, „wir suchen weitere Ehrenamtliche und freuen uns über jede Hilfe.“ Wichtig zu erwähnen war für BRK Kreisgeschäftsführer Herrmann sowie für Teamleiter Wilhelm Nittbaur noch eines: „Zu uns kann grundsätzlich jeder kommen, alle und jeder Bedürftige, auch ganz ohne Bezugsschein.“
Öffnungszeiten:
Mo 14 – 17.30 Uhr
Di 14 – 17.30 Uhr
Do 09 – 12.30 Uhr
Sa 09 – 13.00 Uhr
Infos unter 0159 01 782069
Bildtext:
Großes Engagement im BRK-Laden in Wertingens Innenstadt kommt vom ehrenamtlich arbeitenden Team (von links): Teamleiter Wilhelm Nittbaur mit Stammpersonal Doris Nittbaur, Sibylla Steigerwald und Rita Behringer (Sigrid Reiner – nicht im Bild) sowie Ideengeber für den Wertinger Laden, Leon Nittbaur. Daneben BRK-Kreisgeschäftsführer Alexander Herrmann mit Wirtschaftsförderin der Stadt, Alexandra Killisperger und WV-Vorstandsmitglied, Katja Killisperger. (Foto: Ulrike Hauke)
