Unternehmertour: Baugenossenschaft Wertingen stellt Zukunftsprojekt vor
Im Rahmen der Unternehmenstour des Bürgermeisters und der Mitglieder des Wertinger Stadtrats am 27. Juni stellte Dr. Korbinian Nuber die Baugenossenschaft Wertingen ausführlich vor. In seinem Vortrag gab er zunächst einen Überblick über die traditionsreiche Einrichtung, bevor er das geplante Wohnprojekt in der Sudetenstraße präsentierte.
Bewährtes Modell mit sozialem Auftrag
Die Baugenossenschaft Wertingen wurde bereits im Jahr 1948 vom damaligen Landrat Anton Rauch gegründet und steht seitdem für bezahlbaren Wohnraum und verantwortungsvolles Wirtschaften. An der Spitze stehen heute die Vorsitzenden Karl Hurler und Dr. Korbinian Nuber, unterstützt von Geschäftsführer Matthias Freier sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden Willy Lehmeier.
Aktuell umfasst der Bestand der Genossenschaft 129 Wohnungen. Ein zentrales Merkmal der Baugenossenschaft ist ihr gemeinwohlorientiertes Prinzip: Es dürfen dauerhaft keine Gewinne erzielt werden. Stattdessen fließen die Mieteinnahmen vollständig in die Modernisierung und Sanierung des Bestands sowie in den Neubau weiterer Wohnungen.
Ein Angebot, das allen Bürgerinnen und Bürgern offensteht: Jede und jeder kann sich kostenfrei bei der Baugenossenschaft anmelden. Die Vergabe der Wohnungen erfolgt anschließend bedarfsgerecht über eine Warteliste.
Neues Wohnquartier in der Sudetenstraße
Im zweiten Teil seiner Präsentation stellte Dr. Nuber das neue Wohnprojekt in der Sudetenstraße vor. Nach dem Erwerb des Grundstücks im Jahr 2022 wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt, aus dem Mitte 2025 der Entwurf des Augsburger Büros Bayer, Glatt und Guimaraes als Sieger hervorging.
Auf dem Gelände, auf dem aktuell noch drei Gebäude mit insgesamt zwölf Wohnungen stehen sowie rund 40 Garagen standen (Abriss im Frühjahr 2026), entsteht ein modernes, kleines Wohnquartier. Geplant sind sieben Gebäude in Massivbauweise mit insgesamt 57 Wohnungen. Ergänzt wird die Anlage durch zwei Tiefgaragen mit 83 Stellplätzen, etwa 20 oberirdische Stellplätze sowie Fahrradabstellmöglichkeiten.
Die Wohnungen verteilen sich auf drei Vollgeschosse und bieten ein breites Spektrum: 16 Einheiten mit 50 bis 80 Quadratmetern sowie 41 Wohnungen mit 80 bis 105 Quadratmetern. Es entstehen zwei- bis vier-Zimmer-Wohnungen, die durchgehend barrierefrei geplant sind.
Bau in zwei Abschnitten
Besonders wichtig ist der Baugenossenschaft eine sozial verträgliche Umsetzung. Daher wird das Projekt in zwei Bauabschnitten realisiert. Zunächst entstehen drei Gebäude, sodass die derzeitigen Bewohner der bestehenden Häuser in die neuen Wohnungen umziehen können. Erst danach erfolgt der Abriss der Altbauten, bevor im zweiten Bauabschnitt die restlichen vier Gebäude errichtet werden.
Auch ökologische Aspekte finden Berücksichtigung: Auf den Dächern werden Photovoltaikanlagen installiert, und in den Tiefgaragen wird die Möglichkeit geschaffen, Elektrofahrzeuge über Wallboxen zu laden.
Zeitplan und Ausblick
Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Bebauungsplan. Der Aufstellungsbeschluss durch den Stadtrat soll Ende Juli erfolgen. Der Baubeginn ist für den Sommer beziehungsweise Herbst 2027 vorgesehen. Die Fertigstellung des gesamten Wohnquartiers ist für die Jahre 2029 bis 2030 geplant.
Mit diesem Projekt unterstreicht die Baugenossenschaft Wertingen ihren Anspruch, auch künftig bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig moderne, nachhaltige Wohnkonzepte umzusetzen.
Bildtext:
Dr. Korbinian Nuber (Vorsitzender der Baugenossenschaft Wertingen) informierte die Stadträte und Stadträtinnen über die Baugenossenschaft Wertingen. Stadträtinnen im Bild: Franziska Deisenhofer, Katja Killisperger, Magdalena Keiß.
