Betriebshof – Nach Einzug ist jetzt alles an Ort und Stelle
Der Neubau des Betriebshofs im Osten von Wertingen ist nicht nur für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Einrichtung Anlass zur Freude gewesen, sondern auch für Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier und den gesamten Stadtrat. Denn sie alle haben das imposante Gebäude für notwendig erklärt und die Gelder hierfür genehmigt. „Endlich Bewegungsfreiheit“, haben viele gesagt, nachdem man weit mehr als zehn Jahre mit bedrückender Enge am ehemaligen Standort im Westen der Zusamstadt klarkommen musste. „Wir konnten nur mit viel Improvisation entgegenwirken“, erinnert sich der Betriebshofchef, Reinhard Gribl. Gemeint waren auch die vielen unübersichtlichen und viel zu kleinen Lagerstätten. Deshalb war die Freude im September letzten Jahres groß über den offiziell gefeierten Einzug in den Neubau auf dem stadteigenen Gelände an der Donauwörther Straße. “Mittlerweile steht alles an Ort und Stelle, da wo es hingehört“, sagen Gribl und sein Stellvertreter Stefan Heindl. Gemeinsam mit Stadtbaumeister Anton Fink geben sie im Gespräch einen kurzen Überblick über die Historie des rund 14 000 Quadratmeter großen Geländes: „Für knapp 1,5 Millionen Euro wurde das Gelände 2015 erworben, die darauf bestehende sogenannte „Pohltec-Halle“ dient seither als Lagerhalle.“ Dadurch sparte sich die Stadt rund 20 000 Euro jährlich für die bis dato im näheren Umkreis angemieteten Lagerflächen.
Und mit dem Einzug im September in das neue Betriebsgebäude sei nun für alle Betriebshofmitarbeiter eine effiziente Einheit mit kurzen Wegen und moderner Einrichtung entstanden, so Gribl. Laut Fink ist das zweistöckige Gebäude mit einer Grundfläche von rund 1 200 Quadratmetern zukunftsfähig, barrierefrei und ökologisch durchdacht: „Wir haben uns für eine Massivbauweise, kombiniert mit Holzständerbau für den ersten Stock entschieden.“ Geheizt werde mit einer Luft-Wärmepumpe. Im Erdgeschoss befinden sich neben dem Betriebsleiterbüro auch die Sozial- und Sanitärräume für die Mitarbeiter. Gut durchdacht wurden auch die Werkstätten für die Elektriker, den Maler oder die Schreinerei sowie die zugehörigen Lagerräume. Als Beispiel nennen Fink, Gribl und Heindl die KFZ-Werkstatt und Schlosserei: „Die ist in der Höhe auch für unsere LKWs geeignet, was ebenso auf die daneben liegende Waschhalle zutrifft.“ Diese sei insbesondere während des Winterdienstes wichtig, um vor allem regelmäßig die Salzreste abzuspülen, selbst wenn es draußen Minusgrade habe. „Das konnten wir in diesem Winter schon mehrfach ausprobieren.“ Selbstredend werden diese Abwässer umweltgerecht abgeleitet. Hierzu sei erwähnt, dass auch ein eigens gesicherter Gefahrstoffraum für die Lagerung von Öl, Schmiermittel und Kraftstoffe eingerichtet wurde.
Wo notwendig, verfügen die Werkstätten über Kompressoren und Druckluftanlagen. Auch ausreichend Lagerflächen sind jetzt vorhanden: für KFZ-Reifen, Werkzeuge, Maschinen und Gerätschaften oder für, während der Wintermonate abmontierte Parkbänke, für gelagerte Budenhäuschen oder für Straßenschilder und einiges mehr. Im Neubau gibt es nicht nur zwei Treppenhäuser – eins davon als zweiter Fluchtweg deklariert – sondern auch einen Aufzug in den ersten Stock. Dort befinden sich die notwendigen Technikräume und weitere Lagerflächen. Ein Schulungsraum für die Betriebshofmitarbeiter und Flächen für eine spätere mögliche Erweiterung sind ebenfalls dort vorhanden. Einen Härtetest hat der zukünftige Betriebshofs aber schon im Sommer 2024 bestanden, sagen die Drei, sichtlich erleichtert: „Hochwassersicher!“ Denn der neue Betriebshof sei etwas höher errichtet worden, „so können wir auch bei Katastrophen wie bei der passierten Überschwemmung einsatzbereit bleiben.“ Auf Nachfrage bestätigen die Mitarbeiter Fabian Aumiller, zuständig für Malerarbeiten und für die Straßen- und Stadtreinigung sowie Arthur Gebele, staatlich geprüfter Straßenwärter, das moderne Arbeitsumfeld. „Wir haben Platz für unsere Geräte, alles ist neu, moderner und zeitgemäßer“, sagen sie. Sie schätzen die Übersichtlichkeit aufgrund der größeren Arbeitsräume. Und noch was haben sie gerade im derzeit kalten Winter schnell schätzen gelernt: „Es ist drinnen endlich warm.“
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Im neuen Gebäude des Wertinger Betriebshofs ist endlich Platz vorhanden für Mitarbeiter, Geräte, Maschinen und Fuhrpark, das schätzt (rechts) Arthur Gebele, staatlich geprüfter Straßenwärter, unter anderem auch bezüglich der vielen Verkehrsschilder, die nun übersichtlich aufbewahrt werden können. Die Freude teilen Betriebshofleiter Reinhard Gribl (Mitte) und Stadtbaumeister Anton Fink. (Foto: Ulrike Hauke)
